Niemals wieder! 300 „Mahnblumen“ für Penzberg zum 75. Gedenkjahr der Mordnacht | 26.04. - 14.06.2020

 

300 „Mahnblumen“ für die Stadt Penzberg: Zum 75. Jahrestag der Penzberger Mordnacht am 28.4.2020 sollen die roten Blüten am Stadtplatz, an Orten des Gedenkens und auf dem Friedhof an die Opfer des NS-Regimes erinnern. Unter dem Motto „Niemals wieder!“ werden die Friedenszeichen ab 26. April 2020 sechs Wochen lang bis 14. Juni im öffentlichen Raum stehen bleiben. Schon jetzt kann die Aktion mit der Übernahme einer Patenschaft unterstützt werden – für 30 Euro pro Blume.

Der Aktionskünstler Walter Kuhn hatte im Herbst 2018 auf dem Münchner Königsplatz ein Meer mit 3000 Mohnblumen als Mahnmal für den Frieden errichtet, das zur absoluten Attraktion wurde. Das Kunst- und Friedensprojekt geht seitdem regional und international weiter. Für Penzberg entwickelt der Künstler gerade ein eigenes Konzept: Die Gräueltaten der NS-Anhänger am Vorabend des Kriegsendes, am 28.04.1945, die 16 Menschen das Leben kosteten, berührten ihn tief. Im Museum Penzberg – Sammlung Campendonk werden die Hintergründe zur Mordnacht sowie zu den Mahnblumen präsentiert. Kuratiert wird das Projekt von Ingrid Gardill und Museumsleiterin Freia Oliv.

Mit der Kunst im öffentlichen Raum kann sich Penzberg an eine Form des kulturellen Gedenkens jenseits aller Museumsmauern anschließen und die Friedensbotschaft auch über die lokalen Grenzen hinaus weiterverbreiten. Eine aktive, ideelle sowie finanzielle Einbindung der BürgerInnen durch Übernahme von Blumen-Patenschaften ist möglich. Mit 30 Euro pro Blume ist man dabei! Unmittelbar nach Beendigung der Aktion Mitte Juni 2020 gehen die Blumen inklusive Sockel dann in den Besitz ihrer Paten über. Sie können am 15. und 16. Juni, jeweils zwischen 17-19 Uhr, am Museum abgeholt werden.

Die etwa hüfthohen „Mahnblumen“ aus leuchtendroter Kunstseide haben einen Blütendurchmesser von 70 Zentimeter und werden als Zeichen des Friedens gerne in Vorgärten oder in den öffentlichen Raum gestellt, aber auch bei Kundgebungen und Demonstrationen für den Weltfrieden mitgetragen. So zuletzt am 2. Dezember 2019, als Bundespräsident Walter Steinmeier die Moschee in Penzberg besuchte. Die Pegida-Anhänger hatten zu einer Demonstration aufgerufen. Hierauf bezogen Penzberger Bürgerinnen und Bürger mit rund 60 „Mahnblumen“ Stellung.

 

Die Übernahme einer „Mahnblumen“-Patenschaft ist denkbar einfach:

Pro „Mahnblume“ werden 30 Euro überwiesen an:

Stadt Penzberg, IBAN DE89 7035 1030 0000 3000 20.

Verwendungszweck: Mahnblume, Name des Überweisenden (Mahnblume, Max Mustermann).

Alle Paten werden namentlich auf der Projekthomepage www.mahnblumen-penzberg.de aufgeführt. Wer das nicht möchte, schickt eine Mail an: patenschaft@mahnblumen-penzberg.de.

 

Kleine „Mahnblumen“ für 8,50 € sind ab jetzt im Museum Penzberg –Sammlung Campendonk erhältlich.

Die kleinen Geschwister der großen „Mahnblumen“ können ab sofort für 8,50 Euro im Museumsshop erworben werden. Mit einer Höhe von 28 Zentimetern sind sie nicht nur ein dekoratives Friedenszeichen, sondern können auch als Vorbote“ für eine Patenschaft verschenkt werden.

 

Freier Eintritt für alle SchülerInnen und Jugendlichen
Für alle Schülerinnen, Schüler sowie alle Jugendlichen bis 18 Jahre ist während der Laufzeit des Kunstprojektes der Eintritt in die Ausstellungsräume des Museums zu den „Mahnblumen“ und zur Penzberger Mordnacht frei!

 

Abb.: Mohnblumen-Aktion "Niemals wieder" auf dem Königsplatz in München 2018, Foto: Nikolai Klassen.